Spannende und abwechslungsreiche Sprache

Spannende und abwechslungsreiche Sprache

Spannende und abwechslungsreiche Sprache wird von den Schülern immer wieder verlangt. In den Lehrerkommentaren heißt es dann immer: „Mehr Abwechslung im Satzbau“.
Konkrete Schulungen und Übungen unterbleiben meistens. Dabei ist ein abwechslungsreicher Satzbau bestens geeignet um es auf die nachfolgend beschriebene Art zu erlernen.

„Mit den Händen tun – mit den Augen sehen – Verstehen – sich einprägen!“

Dazu nehmen wir einmal einen einfachen Satz, wie er in jeder Einleitung eines Schüleraufsatzes vorkommen kann.

Am Sonntag fuhren wir zur Oma auf den Bauernhof in Kleinkleckersdorf.

Diesen Satz habe ich in eine Tabelle eingefügt und jede Spalte mit einer anderen Hintegrundfarbe hinterlegt.

 

 

Am
Sonntag

fuhren

wir

zur

Oma

auf
den Bauernhof

in
Kleinkleckersdorf

Diesen Satz sollten Sie zweimal auf einen Karton schreiben und zwar so, dass zwischen beiden Zeilen genügend Platz ist, um die beiden Zeilen auseinander zu schneiden.

Einer der beiden Sätze wird dann zerschnitten. Dabei muss aber jede Spalte (Farbe) als Ganzes erhalten bleiben.

Ihr Kind kann dann diese Einzelteile neu nebeneinander aufreihen und erhält so einen neuen Satz. Diesen Satz schreibt es sich aufl

Arbeiten mit der Hand – Sehen – Verstehen – Merken!

Danach wird neu sortiert!

Wird das öfters geübt, automatisieren sich die verschiedenen Satzaufbaumöglichkeiten.

Spannende und abwechslungsreiche Sprache durch richtige Wortwahl.

In diesem Abschnitt geht es um  die Wirkungen der verschiedenen Wörter. Viele Schüler haben Probleme mit der Wahl des geeigneten Satzanfangs.

Häufig werden: „und dann“, „auf einmal“, „dann“, verwendet, darüber hinaus gibt es kaum Abwechslung.
Die von mir aufgelisteten Beispiele sind natürlich nicht vollzählig. Es kommen noch andere Wörter vor. Plötzlich steht auch öfters am Anfang. Es zeigt dem Leser an, dass ein unerwartetes Ereignis eintrat. Nicht schlecht, aber meiner Meinung nach bewirkt dies kaum eine Erhöhung der Spannung. Man muss nach weiteren Möglichkeiten suchen.

Beginnt ein Satz mit „Entsetzt“ spürt der Leser das Entsetzen und ist gespannt darauf, was nun weiter geschieht.

Den Leser nicht nur informieren, sondern ihn miterleben lassen!

Wie geht das?

Das zeige ich wohl am besten wieder mit einem Beispiel.

„Wir hatten große Angst.“ Jetzt ist der Leser also informiert, aber noch nicht beim Miterleben angekommen.
Aus meiner Sicht gelingt dies jedoch mit folgender Formulierung:
„Wir bibberten vor Angst und haben uns ganz eng zusammengekuschelt.“

Wer kann sich nicht Zeiten seiner Kindheit erinnern, in denen man Schutz bei der Mutter suchte und man sich ganz eng an sie presste?

Genau an ein solches Erleben erinnert die von mir vorgeschlagene Formulierung.

Man sollte den Leser an seinen Gefühlen teilhaben lassen!

„Stürzen wir jetzt ab,“ schoss es mir durch den Kopf.

Diese Formulierung übermittelt den Gedanken und das damit verbundene Gefühl. Denn der Schreiber dachte es nicht nur, sondern es schoss ihm durch Kopf. Man spürt beim Lesen die Aufregung, die Hektik, die Atemlosigkeit des Geschehens.

 

Hilfreicher Ratgeber:

Aufsatztraining
Spannende und abwechslungsreiche Sprache, Aufsatztraining

Wei

In diesem Ratgeber werden derartige Techniken dargestellt und auch weitere Hilfen für bessere Aufsätze gegeben.

Dieser Ratgeber eignet sich allerdings nicht für Erörterungen, Interpretationen, Facharbeiten etc.

 

 

 

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