Wie schreibt man eine gute Interpretation?

Eine gute Interpretation zu schreiben kann schwer werden!

Zunächst einmal ist zu klären, was eine Interprteation eigentlich ist. Zu diesem Zweck nutze ich die Definition von Wikipedia:

Interpretation (lateinisch interpretatio „Auslegung, Übersetzung, Erklärung“) bedeutet im allgemeinen Sinne das Verstehen oder die subjektiv als plausibel angesehene Deutung von etwas Gegebenem oder wenigstens von etwas Vorhandenem. Das kann z. B. eine Aussage, ein Kunstwerk oder eine soziale Situation aber auch etwas schlicht in der Natur Vorgefundenes sein. – Zitatende

Wikipedia legt den Begriff der Interpretation sehr weit und umfassend aus. Wikipedia bezeichnet somit jede Erklärung, jede Auslegung und jede logisch nachvollziehbare Auslegung als Interpretation. Der Begriff als solches wird nicht auf die Beziehung zu Texten und Kunstwerken aller Art beschränkt.

Welche unterschiedlichen Ansätze der Interpretation gibt es.

Auch hier nehme ich wieder einen Rückgriff auf Wikipedia vor:

Beispiele interpretativer Ansätze

Die Auslegung begegnet uns vor allem bei Verträgen und Gesetzestexten. Bei letzterem geht die Auslegung in vielen Fällen soweit, dass die Auslegung das absolute Gegenteil dessen ergibt, was im Gesetz steht.

Dieser Blogartikel will sich vor allem mit den Interpretationen befassen, die dem Schüler in seiner Schullaufbahn oder später bei der wissenschaftlichen Arbeit begegnen.

Interpretation eines Gedichtes

Aus meiner Sicht ist es ungemein schwierig, sich in einen Dichter hinein zu versetzen.

Im Regelfall weiß man nicht in welcher Gemütsverfassung oder nach welcher individuellen Erfahrung das Gedicht geschrieben wurde.
Deshalb ist die Interpretation im Grunde genommen, die Darstellung dessen, was der Leser empfindet. Sie ist aber auch die Erläuterung dessen, was der Leser meint, dass der Dichter habe ausdrücken wollen.

Bezogen auf die Interpretation des jeweiligen Inhaltes kann es meines Erachtens kein „richtig“ oder „falsch“ geben. Es kann nur eine nachvollziehbare Erklärung des Lesers geben, was der Dichter seiner Ansicht nach hat ausdrücken wollen.

Bei der Bewertung der Interpretation des Inhaltes muss meines Erachtens hauptsächlich geprüft werden, ob die Erklärung des Interpretierenden zureichend und zutreffend begründet wurden. Eine abweichende Meinung zum Inhalt, die der Prüfende vertritt, sollte eigentlich bei der Bewertung keine Rolle spielen.

Neben den Erklärungen zum Inhalt des Gedichtes sollte eine Interpretation auch auf Formales eingehen. Darunter verstehe ich, Name des Autors, Art des Textes, Ausrichtung des Gedichtes, Wortwahl, Satzbau, Reimform usw.

Die persönliche Meinung wird die Interpretation des Textes bestimmen. Sie sollte aber keineswegs eine Bewertung des Gedichtes haben. Um es klarer auszudrücken. Der Interpretierende sollte sich nicht dazu verleiten lassen, ein Gedicht als „gut“ oder „schlecht“ zu bezeichnen. Allerdings kann man eine dem Gedicht zuzuordnende Meinung als „gut“ oder „schlecht“ bezeichnen.

Interpretation einer Kurzgeschichte

Die Kurzgeschichte ist eine Literaturform der neueren Literaturgeschichte. Wikipedia definiert dies wie folgt:

 

Die Kurzgeschichte (eine Lehnübersetzung des englischen Begriffs short story) ist eine moderne literarische Form der Prosa, deren Hauptmerkmal in ihrer Kürze liegt. Dies wird oft durch eine starke Komprimierung des Inhaltes erreicht. – Zitatende

Als weitere Merkmale treten hinzu, dass Kurzgeschichten in sich geschlossene Einheiten sind, bei denen am Ende die Handlung abgeschlossen ist und die Geschichte keine Fortsetzung findet.

Ein ebenso häufig anzutreffendes Merkmal einer Kurzgeschichte ist auch die Tatsache, dass das Ziel nicht immer sofort erkennbar ist. Häufig muss man erst intensiv zwischen den Zeilen lesen, um herauszufinden, was der Autor eigentlich aussagen wollte.

Die Interpretation einer Kurzgeschichte verlangt teilweise erheblich von der Interpretation eines Gedichtes abweichende Analysen.

Dennoch ist die Aufgabe im Grunde nur wenig unterschiedlich.
Es sind Antworten auf folgende Fragen zu geben:
Was wollte der Autor ausdrücken?
Was will der Autor erreichen?
Welche Stilmittel hat der Autor verwendet?
Welchem Sprachniveau ist seine Wortwahl zuzuordnen?
Will er mit der Wahl dieses Sprachniveaus irgendetwas bestimmtes ausdrücken?

Natürlich müssen auch die hier zu gebenden Antworten begründet werden und die jeweiligen Begründungen müssen mit Belegen gefestigt werden.

Außerdem sollen auch hier noch formale Aspekte angesprochen werden.

Eine Gute Interpretation stellt die Formalen Elemente des zu interpretierenden Textes richtig und vollständig dar und stellt Belege für die Richtigkeit der Erklärungen zur Bewertung zur Verfügung!

Möchten Sie gerne ein Beispiel als Hilfe für eine von Ihnen aktuell zu erstellende Interpretation, dann wenden Sie sich bitte an den:

 

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Spannende und abwechslungsreiche Sprache

Spannende und abwechslungsreiche Sprache

Spannende und abwechslungsreiche Sprache wird von den Schülern immer wieder verlangt. In den Lehrerkommentaren heißt es dann immer: „Mehr Abwechslung im Satzbau“.
Konkrete Schulungen und Übungen unterbleiben meistens. Dabei ist ein abwechslungsreicher Satzbau bestens geeignet um es auf die nachfolgend beschriebene Art zu erlernen.

„Mit den Händen tun – mit den Augen sehen – Verstehen – sich einprägen!“

Dazu nehmen wir einmal einen einfachen Satz, wie er in jeder Einleitung eines Schüleraufsatzes vorkommen kann.

Am Sonntag fuhren wir zur Oma auf den Bauernhof in Kleinkleckersdorf.

Diesen Satz habe ich in eine Tabelle eingefügt und jede Spalte mit einer anderen Hintegrundfarbe hinterlegt.

 

 

Am
Sonntag

fuhren

wir

zur

Oma

auf
den Bauernhof

in
Kleinkleckersdorf

Diesen Satz sollten Sie zweimal auf einen Karton schreiben und zwar so, dass zwischen beiden Zeilen genügend Platz ist, um die beiden Zeilen auseinander zu schneiden.

Einer der beiden Sätze wird dann zerschnitten. Dabei muss aber jede Spalte (Farbe) als Ganzes erhalten bleiben.

Ihr Kind kann dann diese Einzelteile neu nebeneinander aufreihen und erhält so einen neuen Satz. Diesen Satz schreibt es sich aufl

Arbeiten mit der Hand – Sehen – Verstehen – Merken!

Danach wird neu sortiert!

Wird das öfters geübt, automatisieren sich die verschiedenen Satzaufbaumöglichkeiten.

Spannende und abwechslungsreiche Sprache durch richtige Wortwahl.

In diesem Abschnitt geht es um  die Wirkungen der verschiedenen Wörter. Viele Schüler haben Probleme mit der Wahl des geeigneten Satzanfangs.

Häufig werden: „und dann“, „auf einmal“, „dann“, verwendet, darüber hinaus gibt es kaum Abwechslung.
Die von mir aufgelisteten Beispiele sind natürlich nicht vollzählig. Es kommen noch andere Wörter vor. Plötzlich steht auch öfters am Anfang. Es zeigt dem Leser an, dass ein unerwartetes Ereignis eintrat. Nicht schlecht, aber meiner Meinung nach bewirkt dies kaum eine Erhöhung der Spannung. Man muss nach weiteren Möglichkeiten suchen.

Beginnt ein Satz mit „Entsetzt“ spürt der Leser das Entsetzen und ist gespannt darauf, was nun weiter geschieht.

Den Leser nicht nur informieren, sondern ihn miterleben lassen!

Wie geht das?

Das zeige ich wohl am besten wieder mit einem Beispiel.

„Wir hatten große Angst.“ Jetzt ist der Leser also informiert, aber noch nicht beim Miterleben angekommen.
Aus meiner Sicht gelingt dies jedoch mit folgender Formulierung:
„Wir bibberten vor Angst und haben uns ganz eng zusammengekuschelt.“

Wer kann sich nicht Zeiten seiner Kindheit erinnern, in denen man Schutz bei der Mutter suchte und man sich ganz eng an sie presste?

Genau an ein solches Erleben erinnert die von mir vorgeschlagene Formulierung.

Man sollte den Leser an seinen Gefühlen teilhaben lassen!

„Stürzen wir jetzt ab,“ schoss es mir durch den Kopf.

Diese Formulierung übermittelt den Gedanken und das damit verbundene Gefühl. Denn der Schreiber dachte es nicht nur, sondern es schoss ihm durch Kopf. Man spürt beim Lesen die Aufregung, die Hektik, die Atemlosigkeit des Geschehens.

 

Hilfreicher Ratgeber:

Aufsatztraining
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Wei

In diesem Ratgeber werden derartige Techniken dargestellt und auch weitere Hilfen für bessere Aufsätze gegeben.

Dieser Ratgeber eignet sich allerdings nicht für Erörterungen, Interpretationen, Facharbeiten etc.

 

 

 

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Treffendere Ausdrücke verwenden

Wie oft müssen Eltern und Kinder in korrigierten Aufsätzen die Forderung lesen: Treffendere Ausdrücke verwenden!
Aber welche Hilfen bietet man den Kindern an?

Helfen Wörterlisten weiter?

Im Aufsatzunterricht werden vor dem Schreiben eines Aufsatzes zunächst einmal Wörterlisten angelegt.

Aus diesen Wörterlisten sollen die Kinder beim Schreiben ihres Aufsatzes dies passenden Wörter auslesen.

Welch ein widersinniger Ansatz!

Denken Sie doch einfach mal an sich selbst.

Sie möchten einen Brief schreiben.
Setzen Sie sich dann hin und erstellen eine Wörtersammlung aus der Sie dann die Wörter für Ihren Brief auswählen?

Ich glaube kaum, dass Sie so etwas tun würden.

Die Auswahl des passenden Wortes muss ein natürlicher, organischer Prozess sein.

Das Kind muss nicht aus ein Sammlung von Wörtern das passende heraussuchen. Das Kind sollte vielmehr mit Hilfe einer gezielten Fragestellung seitens der Erwachsenen zur Wahl des passenden Wortes gebracht werden.

Wie eine natürliche, organische Wortwahl funktioniert.

So könnte es in einem Schüleraufsatz stehen:
„Am Sonntag ging ich mit meinen Eltern zu einem Kinderspielplatz. Dort ging ich gleich zur Rutschbahn“

Hier gibt es die Möglichkeit dem Kind den Auftrag zu geben, ein anderes Wort für gehen zu finden.
Oder man fragt das Kind: „Bist du wirklich gegangen?“
Viele Kinder werden vermutlich antworten, dass sie nicht gegangen seien, sondern gerannt sind.
Nun liegt es an dem Erwachsenen, das dazu zu veranlassen, im zweiten Satz oben „ging“ durch „rannte“ zu ersetzen.

Die treffende Wortwahl muss sich organisch aus dem Geschehen ergeben und das ist im Aufsatztraining entsprechend dargestellt.

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Bessere Aufsätze schreiben

Bessere Aufsätze schreiben fällt vor allem bei sachbezogenen Aufsätzen schwer. Diese leiden oft sehr darunter, dass an vielen Stellen Verben (Hilfsverben) verwendet werden, weil keine passenderen Verben gefunden werden. Die Folge davon ist, dass Schüler immer wieder hören, dass sie diese Hilfsverben vermeiden sollen. Oder es steht diese Aufforderung in den Bemerkungen zum Aufsatz. Weitere Hilfen gibt es kaum. Das liegt daran, dass es kaum Möglichkeiten gibt, die Lage eines Teiles zu beschreiben?

Aber es gibt einen Ausweg

Wie sieht ein solcher Ausweg aus?

Ich nehme einmal das Beispiel einer Gegenstandbeschreibung, bei der die Einzelteile eines Gegenstandes beschrieben werden. Da bleibt es einfach nicht aus, dass „hat“ verwendet wird. Aber es gibt da einen recht einfachen Trick, mit dem sich dieses Problem umgehen lässt.

Man lässt das Teil, dessen Lage man beschreiben will etwas tun!

Fernbedienung für den Fernseher:

Links oben ist ein roter Knopf, mit dem schaltet man den Fernseher ein oder aus.

Lass diesen roten Knopf doch etwas tun!

Drücke ich den roten Knopf links oben an der Fernbedienung schaltet sich der Fernseher aus.
Mit dieser etwas anderen Beschreibung habe ich den Ort, an dem sich der rote Knopf befindet, angegeben.
Zu gleicher Zeit habe ich auch dargestellt, was man mit dem Kopf eigentlich macht.

Dieser ist ausführlich im Aufsatztraining beschrieben.

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