Haptische Hilfen

Oftmals ist es so, dass Kinder etwas mit den Händen tun müssen, um etwas zu begreifen, sprich zu verstehen. Das ist in vielen Bereichen der Mathematik wirklich so. Für den Bereich des Bruchrechnens halte ich diese Hilfen jedoch für falsch. Ich werde dies an einem konkreten Beispiel erläutern.
Nehmen wir einmal an, dass für eine Feier eine Torte in sechs gleichgroße Stücke aufgeteilt worden ist. Völlig unerwartet trifft nun ein weiterer Gast ein. Wäre die Torte noch nicht aufgeteilt, könnte mit für den Alltagsgebrauch ausreichender Genauigkeit (wäre aber selbst mit einem Schneidegerät mit Lasertechnik nur ungenau möglich, denn 360° + 7 führt zu einer unendlichen Dezimalzahl) die Torte in sieben Teile zerlegten werden. Nun ist aber im hier gewählten Beispiel die Torte bereits in sechs einigermaßen gleich große Stücke aufgeteilt. Kennen Sie die Spitze eines Tortenstücks? Dann werden Sie mir wohl zustimmen, dass es eigentlich unmöglich ist, diese sechs Tortenstücke und jeweils sieben weitere gleiche Stücke aufzuteilen. Mathematisch dies im Rahmen des Bruchrechnens aber problemlos möglich. Allerdings wird dann die Vorstellungskraft des Kindes extrem gefordert. Wenn ich nun von mir ausgehe, so kann ich mir eigentlich 42 gleichgroße Tortenstücke (als 42 Tortenstücke, die jeweils nur
ein „Zweiundvierzgstel“ groß sind) nicht vorstellen.
Dennoch sollte man nicht unversucht lassen und dem Kind unter Umständen die Möglichkeit zu geben mit den Händen diese mathematische Operation auszuführen.

Hilfen finden Sie hier *:

Montessorshop*Klicken Sie hier und sich Sie in der linken Navigation nach „Mathematisches Material“, klicken Sie es an und beachten Sie die jeweils ausführlichen Beschreibungen, um herauszufiltern, ob und welches Material für Ihr Kind geeignet ist.