Rechtschreibtraining: Schreib, wie Du sprichst!

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Schreib, wie Du sprichst

Schreib, wie Du sprichst, ist eine Aufforderung an die Kinder die Wörter einfach mal so zu schreiben, wie sie diese sprechen.

Das führt oftmals zur Häufung von Rechtschreibfehlern.

Diese Häufung wird von vielen Eltern auf die Methode: „Lesen lernen durch Schreiben“ zurückgeführt.

Aber dies ist meiner Ansicht nach völlig falsch:

In der Schule ist seit etwa den 1970-er Jahren der kompensatorische Unterricht üblich, bei dem die regionale Sprache als Unterrichtsprache akzeptiert wird. Dies deshalb, damit Kinder, bei denen der häusliche Sprachgebrauch von der Hochsprache abweicht, im Unterricht wirklich mitreden können.

Dieser Ansatz führt in Verbindung mit der Aufforderung: „Schreibe wie Du sprichst“, zu etlichen Rechtschreibfehlern.

Nachfolgend wird ein Satz in Hochsprache niedergeschrieben.
Danach wird er in „Fränkisch“ gesprochen und danach in Fränkisch niedergeschrieben…“Schreib wie Du sprichst!

Hochsprache:

Der Papa war gestern mit dem Opa in der Kneipe!

Fränkisch


Wenn Sie sich das angehört haben, werden Sie sich über folgenden Satz nicht mehr wundern:

De Babba war geschtern mid dem Obba in de Gneibe!

An diesem Beispiel sollte eigentlich deutlich werden, wo anzusetzen ist: nämlich am Sprachverhalten der Erwachsenen. Wenn diese korrekt sprechen und die Kinder dann auch korrekt sprechen, dann wird auch die Rechtschreibleistung besser. Nicht alle Fehler werden sich dadurch vermeiden lassen, aber sehr viele.

Ein Gegenbeispiel:

Fater (falsch geschrieben) und Vater (richtige Schreibweise) unterscheiden sich nach meinem Verständnis in der Aussprache nicht.

Ein gezieltes Rechtschreibtraining wird also nicht nur auf die richtige Aussprache sondern auch auf andere Fehlererkennungs- und Fehlervermeidungstechniken setzen.