Wie kann ich mit Forex Geld verdienen?

Wie kann ich mit Forex Geld verdienen?

Um auf diese Frage eine brauchbare Antwort geben zu können, sollte man sich erst einmal einige grundlegende Kenntnisse verschaffen!

  1. Was ist Forex?
  2. Wo findet der Forex handel statt?
  3. Wer sind Forexbroker?
  4. Was versteht man unter Trading?
  5. Wie kann man mit Aktien Geld verdienen?

Was ist Forex?

Dieser Begriff ist eine Abkürzung aus dem Englischen. Ausgeschrieben bedeutet es „Foreign Exchange Market) und bezeichnet den Umtausch von Währungen (letztere auch noch als Devisen bezeichnet). Im Zeitalter des weltweiten Austauschs von Waren – Import und Export – war es schon immer notwendig, Geld (als Tauschmittel) von einheimischen Währung in ausländische Währung umzutauschen. Wer vor Jahrzehnten eine Reise ins Ausland antrat, war gezwungen sein einheimisches Geld in ausländisches Geld umzutauschen und umgekehrt. Dabei unterschied man den Umtausch von Bargeld (Kassageschäft) und den Umtausch von Buchgeld (hier erfolgte lediglich eine Umbuchung von der Startwährung in die Zielwährung). Die Umbuchung von Buchgeld war im Regelfall immer günstiger als der Bargeldumtausch.

Mit der Ausweitung der Nutzung von EC-Karten und Kreditkarten (auch Guthabenkarten) ist der Bedarf Bargeld in Fremdwährungen umzuwandeln sehr zurück gegangen. Kreditkartennutzer können im Regelfall weltweit bargeldlos mit ihrer Kreditkarte bezahlen. Bargeldbeschaffung an Tausenden von Geldautomaten ist weltweit möglich. Auch hier wird nach Abzug der Gebühren für die Bargeldabhebung ebenfalls zum günstigeren Devisenkurs abgerechnet.

Der Devisenmarkt ist der größte Finanzmarkt der Welt.

Der Devisenmarkt ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern er geht bereits auf die alten Griechen zurück.
In den Handelsstätten der alten Griechen trafen Händler aus den umliegenden europäischen Länder mit Händlern aus dem nahen und fernen Osten zusammen, um ihre Waren zu tauschen. Der Tausch von Waren war vermutlich werthaltiger als der Tausch des heutigen Buchgeldes. Es ist sicherlich leicht zu erkennen, dass der Tausch von Waren in der Abwicklung deutlich schwieriger zu handhaben war, als der Tausch gegen ein Tauschmittel (Geld). Denn nicht immer benötigte der Lieferant der gewünschten Ware das, was ihm als Gegenleistung angeboten wurde. Deswegen entwickelten sich Münzen mit regional begrenzter Gültigkeit.

Der Beruf des Geldwechslers entstand. Dieser Berufstand bestimmte den Wert der jeweiligen Münzen nach dem Wert zu Gold, wobei dieser Wert durch Wiegen bestimmt wurde.
Im 16. Jahrhundert entwickelte die Familie Medici ein Buch (nostro), in dem eine ausführliche Liste heimischer und ausländischer Münzen und dem diesen zuzurechnenden Goldwert enthielt.
Der internationale Devisenhandel bgeann 1880. Ab diesem Jahr  konnte man sich ausländische Zahlungen auf einem Bankkonto im Ausland gutschreiben lassen. Damit konnte man sich das Umwechseln sparen und diese Gutschriften für spätere Käufe in eben diesem Ausland verwenden.
Der Internationale Währungsfond IWF, die Weltbank (diese wurde ursprünglich gegründet, um die vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Staaten wieder aufzubauen) und das Bretton-Woods-Abkommen vom 22. Juli 1944  sorgten für feste Wechselkurse. Die Schwankungen der Währungen waren und sind noch immer eine Folge des ungleich großen Warenaustausches (mehr Exporte als Importe und umgekehrt). Wenn die Währungen die festgelegten Schwankungsbreiten durchbrachen, mussten die nationalen Zentralbanken einschreiten, um die Währungen wieder in den Bereich der festgelegten Schwankungsbreiten zurückzuführen.
Etwa ab 1973 gab man dieses System der festen Wechselkurs auf  und die Währungen schwankten (Floating).
Für die Marktteilnehmer ergaben sich dadurch teilweise unkalkierbare Risiken. Ein Produkt wurde hergestellt und man rechnete mit einem bestimmten Erlös beim Verkauf dieses Produktes im Ausland.
War nun der dann aktuelle Währungsgegenwert deutlich niedriger, fiel der geplante Gewinn deutlich niedriger aus oder es wurde sogar ein Verlust daraus.
Ein ähnliches aber gegensätzliches Rsiko traf den Käufer des Produktes. War der Wert seiner Heimatwährung gegenüber der Heimatwährung des Lieranten erheblich gesunken, musste er deutlich mehr von seiner Heimatwährung dafür bezahlen und seine eigene Preiskalkulation stimmte nicht mehr.

Diese Risiken betrafen jedoch nicht nur die Unternehmen sondern auch die Zentralbanken. Man musste also Instrumente entwickeln, die für einen wenigstens teilweisen Ausgleich dieser Risiken sorgten.

Der Forexhandel entstand, wobei hier dem sogenannten Terminhandel eine große Rolle zukommt. Wer Waren in einer fremden Währung bezahlen muss, legt Wert darauf, dass er bei der Lieferung der Waren nicht mehr an heimatlicher Währung bezahlen muss, als zu dem Zeitpunkt, zu dem er die Waren kauft. Gleiches gilt natürlich umgekehrt für den Lieferanten.

Beide Vertragsparteien möchten also eine sichere Kalkulation haben. Der Käufer müsste Heimatwährung verkaufen um dafür Fremdwährung erhalten. Dies würde die Firmenliquidität erheblich beeinträchtigen.  In gleicher Weise müsste der Hersteller Fremdwährung verkaufen, um dafür Heimatwährung zu erhalten.
Beide Vorgehensweisen beeinflussen die Liquidität der jeweiligen Unternehmen oder belasten zusätzlich deren Kreditlinien.

Aus diesen Überlegungen heraus ist der Devisenhandel entstanden, der ursprünglich nur den Banken und institionellen Anlegern vorbehalten war. Später wurden diese Märkte auch dem Privatanleger geöffnet.

Man unterscheidet:

Kassageschäfte

Vereinfacht ausgedrückt entsprechen diese Geschäfte dem früheren Geldwechselgeschäft, abgesehen davon, dass die Abwicklung bis zu zwei Bankarbeitstagen (Montag bis Freitag, Feiertage ausgeschlossen) in Anspruch nehmen darf.

Termingeschäfte

Bei diesen Geschäften verpflichten sich die Geschäftspartner Fremdwährung zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu verkaufen oder zu verkaufen, unabhängig davon, ob sich die Währungsrelationen bis zum Zahlungszeitpunkt für die anderen Markteilnehmer verbesssert oder verschlechtert haben. Der Anleger, öfter auch als Spekulant bezeichnet, trägt das Kursveränderungsrisiko. Er verpflichtet sich somit, seinem Vertragspartner die Verluste auszugleichen. Dafür erhält er dann auch die etwaigen Gewinne, wenn er beispielsweise die Fremdwährung zu einem höheren Preis verkaufen kann, als er selbst für diese zahlen muss. Dafür muss der Anleger aber nicht sofort die gesamte Summe hinlegen, sondern nur einen Bruchteil der von einer Lotgröße bestimmt wird.  Bezogen auf die Lotgröße muss der Anleger nur einen Bruchteil, den sogenannten Margin hinterlegen. Sein Gewinn oder Verlust bestimmt sich aber nicht nach der Margin, sondern nach der Lotgröße. Gewinn oder Verlust betragen somit ein Vielfaches seiner Margin. Werden die rechnerischen Verluste größer als jener Betrag, den der Broker erlaubt, erfolgen die sogenannten Margin-Calls, die eine Nachzahlung bedeuten. Leistet man diese nicht wird die Position meist mit nicht unerheblichen Verlusten geschlossen. Der Anleger ist -gottseidank – an seine Entscheidung nicht für immer und ewig gebunden. Er kann durch den Kauf einer Gegenposition seinen Verlust begrenzen oder seinen Gewinn absichern. Ein solcher Verkauf ist unter dem Begriff des Glattstellens bekannt.

Optionsgeschäfte

Die Optionsgeschäfte ähneln den Termingeschäften, jedoch nur insoweit, als nur eine Seite zur Leistung verpflichtet ist. Die zur Leistung verpflichtete Seite muss innerhalb bzw. bis Ende einer Frist eine Lieferung oder den Kauf einer Währung zu einem bestimmten Preis durchführen. Der Optionkäufer zahlt hierfür eine Prämie ist aber nicht dazu verpflichtet, sein Recht auszuüben. Sowohl der Käufer als auch der Verkäufer haben das Recht die Optionen an  Terminbörsen wie der Chicago Board Options Exchange in den USA oder der EUREX in Europa zu verkaufen.

Nach so viel Theorie sollte man erst man einen Kaffee trinken!

Wo findet der Forexhandel statt?

Der Forexhandel findet an den Terminbörsen statt. Zugang zu diesen Börsen hat der Anleger nicht direkt. Er muss sich dazu entsprechenden Mittelspersonen bedienen. Die wenigsten Hausbanken bieten die Möglichkeit Forex zu handeln, bieten aber oft eigene Brokerorganisationen an. So kann man also mittelbar über seine Hausbank auch Forex handeln.

Forexbroker sind Terminhandelsfirmen

Diese sind an den Terminbörsen zugelassen und dürfen für sich selbst und ihre Kunden handeln. Mögliche Interessenkonflikte können dabei entstehen. Diese Broker betreiben oftmals nicht nur das Devisen- geschäft, sondern auch das Warengeschäft, bei dem es z.B. um Getreide geht. Daneben gibt es auch noch den Markt für die Edelmetalle, die auch auf Termin gehandelt werden können, ggf. auch als Optionen.

Was ist Traden?

Traden ist der Handel mit Devisen in der Absicht durch schnellen Kauf und Verkauf Geld zu verdienen. Man kann dabei auf steigende Kurse und auf fallende Kurse setzen. Die Kurse verändern sich schnell. Um sich vor Verlusten zu schützen, kann man bei seinem Broker nach Kauf einen Stopp-Loss setzen, um seine Verluste einzugrenzen. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass ein Stopp Loss keinen absoluten Schutz gewährt. Denn Stopp Loss bedeutet, dass bei Erreichen dieses Kurses die betroffene Position zum dann aktuellen Kurs glattgestellt wird. Und dieser aktuelle Kurs, kann weit unter dem Stopp Loss liegen. Man kann auch einen Sell Stopp einstellen. Diesen verwendet man, um beim Erreichen einer Gewinngrenze, die Position glattzustellen, um einen bereits erreichten Gewinn zu sichern. Aber auch hierfür gilt die Aussage wie beim Stopp Loss. Beide Maßnahmen enthalten Probleme. Setzt man den Stopp Loss zu eng, wird die Position zu häufig ausgestoppt und man wird dazu zum Verlierer. Wird beim Sell Stopp die Grenze nicht erreicht, gehen möglicherweise bereits erreichte Gewinne verloren. Sinnvoll ist in beiden Fällen eine laufende Beobachtung, um die Stopps nachzuziehen. Der Stopploss sollte sobald wie irgend möglich in der Gewinnzone platziert werden, um erreichte Gewinne abzusichern!

Niemals sollte man den Stopp Loss so verändern, dass nach der Veränderung der mögliche Verlust größer wird.

Wichtig beim Traden ist die Begleitung durch entsprechende erfahrene Fachleute!*

Wie kann man mit Aktien Geld verdienen?

Von der Organisation her, dürfte der Handel mit Aktien sehr viel einfacher sein, weil nahezu über jede einzelne Hausbank Aktien gekauft und verkauft werden können. Dennoch sollte man die Gebühren der verschiedenen Banken miteinander vergleichen: DIBA – Consors – usw.

Eine Aktie – im Bild eine vermutlich nur noch Sammlerwert besitzende  Alt Aktie – ist nicht wie die meisten Deutschen glauben ein „Zockerpapier“, sondern eine Urkunde darüber, dass man einen Anteil an einem bestimmten Unternehmen – der Aktiengesellschft – besitzt.

Der Besitz gewährt Rechte.

Zunächst einmal hat man Stimmrechte in der Hauptversammlung, die jährlich einmal stattfinden muss und zu der man eingeladen werden muss. Man wird dort auf der Hauptversammlung verköstigt und man hat das Stimmrecht, das sich immer nach der Zahl derjenigen Aktien richtet, die man besitzt.
Auf der Hauptversammlung werden die Berichte der Geschäftsleitung und des Vorstandes und die Pläne für die Zukunft und auch die geplante Höhe der Dividende bekannt gegeben. Der Aktionär muss dann darüber abstimmen, ob man den Vorstand entlastet oder eben nicht, wenn ihm schwerwiegende Fehler unterlaufen sind.
Der Aktionär hat Rederecht!
Die zuvor beschriebenen Rechte des Aktionärs können – seltsamer Name in diesem Zusammenhang – durch die Ausgabe von Vorzugsaktien eingeschränkt werden. Dafür erhält der Vorzugsaktionär seine Dividende vorrangig. Erst wenn die Vorzugsaktionäre ihr Geld erhalten haben, kommen die anderen Aktionäre an die Reihe. Der Vorzugsaktionär hat aber keine Stimmrechte.

Buy- and- forget- Strategie

Hier sucht  der Anleger eine Aktie, deren Kurswert deutlich niedriger ist, als der tatsächliche Wert des Unternehmens. Der Anleger will diese Aktie unabhängig von Kursschwankungen sehr lange halten und hauptsächlich Dividenden kassieren. Diese Strategie ist durchaus als Altersvorsorge sinnvoll, da es sich anders als Schuldverschrebungen um einen Sachwert handelt. Warren Buffet sagt man nach, dass er sinngemäß folgendes erklärt habe: Eine Aktie, die man nicht für 10 Jahre halten kann, ist es auch nicht wert auch nur für 10 Minuten gehalten zu werden.

Spekulativer ausgerichtete Sparer können mit Aktienoptionen handeln, die im Aufbau den Terminhandelsoptionen sehr ähnlich sind. Ich werde deshalb hierzu keine weiteren Ausführungen machen.

Neben dem sogenannten Langfristinvestor gibt es auch im Bereich der Aktien den Trader*.